Willi ist beim Essen wählerisch!

Oder: Warum ein Napf nicht einfach nur ein Napf ist

Wer mit einem Hund zusammenlebt, kennt dieses Schauspiel nur zu gut:
Der Napf steht bereit, das Futter ist frisch – und der Hund schaut einen an, als hätte man ihm gerade einen schlechten Witz erzählt. Genau so ist es bei Willi.

Wenn Willi nicht frisst...

Ein Blick, der alles sagt

Willi ist kein Hund, der einfach frisst, was man ihm vorsetzt. Nein, er prüft.
Er schnuppert.
Er schaut skeptisch.
Und manchmal geht er einfach wieder weg – als wolle er sagen:
„Nett gemeint, aber das ist heute nicht mein kulinarisches Niveau.“

Dabei kann es gestern noch sein absolutes Lieblingsfutter gewesen sein. Heute? Uninteressant. Morgen? Vielleicht wieder großartig. Willi entscheidet spontan – und kompromisslos.

Wählerisch oder einfach nur Genießer?

Ist Willi wirklich wählerisch? Oder weiß er einfach genau, was er will?
Während andere Hunde ihren Napf in Rekordzeit leeren, nimmt Willi sich Zeit. Er erwartet Abwechslung, Qualität und – ganz wichtig – die richtige Präsentation.

Trockenfutter pur? Schwierig.
Ein kleiner Zusatz? Schon besser.
Ein Hauch von „etwas Besonderem“? Willkommen im Willi-Restaurant.

Der tägliche Futter-Dialog

Rund um das Thema Essen gibt es bei uns regelmäßig kleine Diskussionen.
Holli: „Willi, das hast du doch sonst immer gern gegessen!“
Willi (Blick): „Sonst. Heute nicht.“

Und genau hier beginnt das berühmte Spiel: Warten wir ab oder wird doch noch verhandelt? Spoiler: Willi hat einen langen Atem.

Wenn Leckerlis plötzlich Standards werden

Ein weiteres Problem: Leckerlis.
Was einmal als besondere Belohnung gedacht war, wird bei Willi schnell zur Messlatte. Nach dem Motto:
„Wenn es zwischendurch so gut schmeckt – warum dann im Napf nicht auch?“

Das Ergebnis: Ein Hund mit sehr klaren Erwartungen und ein Mensch, der kreativ werden muss, ohne ständig nachzugeben.

Gelassen bleiben hilft

So anstrengend wählerisches Fressen manchmal sein kann – es gehört einfach zu Willi dazu. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, nicht bei jeder verweigerten Mahlzeit in Panik zu geraten und trotzdem konsequent zu sein.

Denn am Ende gilt:
Ein gesunder Hund verhungert nicht vor einem vollen Napf – auch wenn er das Schauspiel perfekt beherrscht.

Fazit: Willi frisst nicht – Willi entscheidet

Willi ist beim Essen nicht schwierig, er ist charakterstark.
Er weiß, was er mag, was er nicht mag und wann er etwas mag. Und genau das macht ihn so typisch Willi.

Und ganz ehrlich:
Ein bisschen Diva darf man sein – vor allem, wenn man so süß dabei schaut 🐾